Gegen Gewalt an Schulen
Gegen Gewalt an Schulen

Wie handle ich richtig?

1. Dokumentation der unmittelbaren Geschehnisse

 

Kommt es dazu, das ihr Kind geschlagen wird und sie sind dabei, dürfen sie jede Handlung vornehmen um gegenwärtige Angriffe gegen ihr Kind und gegen sich selbst abzuwehren. Auch wenn der Angreifer dabei verletzt wird.

 

Sie müssen aber sofort ablassen wenn kein Angriff mehr erfolgt! 

 

Auch Überreaktionen, weil sie aus Angst oder Schock handeln, werden nicht bestraft. Dies muss aber immer bewiesen werden.

 

Wurde Ihr Kind geschlagen und sie kommen zum Beispiel, in der Schule dazu ist es wichtig, dass sie Ihr Kind aus den Geschehnissen heraus nehmen. Ziehen Sie immer die Polizei hinzu und lassen sie die Geschehnisse von der Polizei dokumentieren. Auch Polizeibeamte können Verletztungen bezeugen. Zwar nicht die Entstehnung aber das sie vorhanden waren zum Zeitpunkt der Aufnahme. Sichern sie die Zeugen und lassen sie sich von diesen die Adressen handschriftlich geben. Besser wäre es, wenn beim Eintreffen der Polizei die Zeugen noch anwesen sind. Hier werden die Polizeibeamten stichpunktartig Aussagen aufnehmen die den Hergang der Geschehnisse wiederspiegeln.

 

 

2. Lassen Sie die Verletztungen vom Arzt dokumentieren

 

Wenn die Verletzungen nicht groß waren so das ein Rettungswagen angefordert werden muss, lassen Sie sich die Verletzungen vom Arzt so bestätigen, dass diese für das Gericht gut verwertbar sind. Hier ist es wichtig, dass der Arzt in seinen Bericht Bezug auf die Geschehnisse nimmt und den Grund nennt, warum das Kind mit den Eltern den Arzt aufsuchen. Die gesamten Behandlungskosten sind vom Verursacher zu tragen. Informieren Sie ihre Krankenkasse und geben Sie die Umstände bekannt. Die Krankenkasse wird sich dann mit dem Verursacher in Verbindung setzten. Kosten werden in der Regel nach einer Verurteilung dem Schuldigen auferlegt.

 

 

3. Sprechen sie mit ihren Kind

 

Sprechen Sie mit ihren Kind und hören Sie genau zu was passiert ist und versuchen Sie zu erfahren, wie es zu diesen Übergriff kommen konnte. Schreiben Sie dies auf um nicht wichtige Deteils zu vergesen. Es gibt Kinder die potenzielle Opfer sind und Kinder die manchmal auch solche Geschehnisse provozieren. Klar, es rechtfertigt eine Körperverletzung nicht, aber sie kann begründet werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit der Notwehr.

 

"Ein Kind, dass ständig drangsaliert und geärgert wird und dem dann einmal die Hand ausruscht, weil es dies nicht mehr aushält, kann straffrei aus dieser Sache kommen. Natürlich muss auch dies nachgewiesen werden."

 

Versuchen Sie, wenn es so ist, zu erfahren wie lange das schon geht und welche Kinder noch betroffen sind. Setzten Sie die anderen Eltern in Kenntniss und gründen Sie bei schwerwigenden Übergriffen eine Interessensgemeischaft. Versuchen Sie in Erfahrung zu bringen, welche Kinder das bezeugen können und versuchen Sie in Erfahrung zu bringen ob es noch Komplitzen gibt.

 

 

4. Überprüfen Sie Fehlverhalten von Lehrern oder gar der Schule

 

Fragen Sie Ihr Kind geziehlt nach Verhalten von Lehrern oder Schule und kontern Sie dies durch Aussagen von anderen Kinder gegebennen Falls gegen. Wo stand der Lehrer auf dem Pausenhof? Wo war das Aufsichtspersonal im Schulgebäude? Warum hat der Lehrer nicht mögliche Verletztungen kontrolliert (Fürsorgepflicht). 

 

"Lehrer verweisst Fritzchen vor die Klassen Türe weil er den Unterricht stört".

(Darf er nicht weil er gegen seine Aufsichtspflicht verstößt und Fritzchen hat auch ein Recht auf Schule. Er darf Fritzchen später nicht bei Schulaufgaben die er vom Inhalt her vor der Türe verbrachte, benachteiligen)

 

"Draußen vor dem Klassenzimmer greift Fritzchen dann einen Schüler an"

(Dies wäre nicht passiert, wenn Fritzchen unter Aufsicht im Klassenraum gewesen wäre. Hier hat sich der Lehrer massiv falsch verhalten und kann sogar Schadensersatzpflichtig gemacht haben)

 

Sie sehen, es ist wichtig, sich erst ein Bild der Situation zu machen und dann die nächsten Schritte einzuleiten.

 

 

5. Setzten Sie sich schriftlich mit der Schule in Verbindung

 

Schreiben Sie Ihr Wissen und Ihre Erkenntnisse in einen Brief auf, der detaillierte Fragen über den jeweiligen Vorfall und das Verhalten der Schule bzw. der Lehrer beinhaltet und in dem um schriftliche Antworten auf diese Fragen gebeten wird. Die Schulen bitten immer gerne um Gespräche mit Lehrer, Rektor oder sogar Schulamt. Bitten Sie trotzdem erst mal um eine Stellungnahme. Denn diese ist die Grundlage auf das weitere Vorgehen. Vermeiden Sie Streitigkeiten (...dass habe ich gesagt, das haben Sie falsch verstanden usw.).

Bitten Sie immer um ein Protokoll oder bringen Sie einen eigenen Protokollführer mit und lassen Sie die Protokolle von der Schule gegenzeichnen. Bauen Sie diese Gespräche auf Ihr erstes Schreiben auf und vertiefen Sie die Geschehnisse. Achten Sie darauf, dass festgehalten wird, was die Schule gegen dieses tun will. Schulen werden immer alles tun, dass das geschädigte Kind betrifft. Über Maßnahmen gegenüber dem Kinde, dass gewaltätig geworden ist wird nicht gerne gesprochen. Hier verweisst man immer auf die Schweigepflicht. Bleiben Sie beharlich und hinterfragen sie Verhaltensweisen von Lehrern und wenn Sie der Meinung sind, dass sich  hier die Lehrkraft nicht richtig verhalten hat, gehen Sie dieser Sache nach. Schulen wollen immer Derartigkeiten möglichst klein halten. Deswegen bleiben sie standhaft und verfolgen sie dies mit größter Genauigkeit. Wenn nötig, zeigen Sie dies bei der Polizei an und informieren Sie Schulamt bzw. Landesregierung (Kultusministerium) über diese Vorfälle. Sie machen das für Ihr Kind! Sensibilisieren sie Schule und Ämter für diese Angelegenheit. Nur dann werden Sie es erreichen, dass ein größeres Augenmaß auf ihr Kind gerichtet ist.

 

 

6. Suchen sie das Gespräch mit der Schule

 

Bei einer Zusammenkunft von den geschädigten Eltern und der Schule, sollte man die ersten, oder kleinere Übergriffe nicht überbewerten. Es ist nicht dienlich, weder für Sie noch ihr Gegenüber wenn Geschehnisse, aus Rache oder anderen niederen Beweggründen, überbewertet werden.

Nur wenn die Übergriffe sich gehäuft haben und das Kind dadurch seiner eigentliche schulische Aufgabe nicht mehr nachkommen kann, muss man mit äußerster Härte vor gehen. Ein Gespräch mit den Eltern des Kindes, wenn es fernünftig ablaufen kann, ist sehr wichtig zur Befriedigung und Verbesserung der Lage. Vertiefen Sie Ihre Fragen, die Sie schon schriftlich gestellt haben und fragen Sie über Sinn oder Unsinn von Beschlüssen nach.

 

Lasen Sie sich nicht mit dem Satz abspeißen:

 

"Das andere Kind ist in Therapie, es dauert halt bis diese sich auswirkt!"

 

Das darf nicht zu Ihrem Probelm werden. Man kann auch Schüler die in Therpie sind und zu einer Gefahr für andere werden von der Schule befreien, bis diese vom Arzt wieder Schulfähig geschrieben werden. Lassen Sie sich nach dem Gespräch mit nichts "abspeisen".

Es ist wichtig für Sie und ihrem Kind die Sicherheit zu haben, dass das nicht mehr vor kommt und die Schulen - glauben Sie mir - Sie haben die Möglichkeiten dazu.

 

Dass heisst aber auch für die Schule, dass mehr Energie in Ihr Kind gesteckt werden muss. Zeigen Sie der Schule klar auf, dass die Schulen die Sicherheit Ihres Kindes gewährleisten müssen und stellen Sie klar, dass sie bei dem nächsten Übergriff rechtliche Hilfe hinzu ziehen. Informieren Sie, wenn nötig, zugleich das Schulamt und schreiben Sie nach dem Gespräch noch einmal einen Brief und bringen Sie hier diese Zusammenkunft und Einigung auf den Punkt. Diesen können sie dann später bei einer Wiederholungstat nutzten und darauf zurückgreifen.

 

Für mich ist wichtig, dass Sie verstehen, dass ich diese Empfehlungen nicht für die täglichen Kibbeleien, wie bspw. ein schubsen schreibe. Halt die üblichen Sachen zwischen den Kindern. Ich schreibe hier über Mobbing und der körperlichen Gewalt. Hier geht es um Seele, Geist und die körperlicher Gesundheit des Kindes.

 

Bitte bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen, denn nur eine Lüge oder eine verdrehte Tatsache wird alles was Sie tun für Ihr Kind in ein Fragezeichen den Behörden gegenüber setzten.

 

Lassen Sie die Kirche im Dorf, wenn es anders zu regeln ist.

 

 

7. geben sie ihr Wissen an den Sachbearbeiter der Polizei weiter

 

Wenn Sie eine Anzeige gemacht haben, ist es immer wichtig, dass die Polizei über Ihr Wirken informiert wird. Diese leitet ihre Arbeit an die Staatsanwaltschaft weiter die sich dann ein Bild über das Leid Ihres Kindes machen kann. Was dann eventuell in ein Strafmaß einfließen kann.

Ist das Kind noch keine 14 Jahre alt, würde ich Ihnen das gleiche empfehlen und zugleich immer dies dem Jugendamt mitteilen. Noch einmal zur Erinnerung, Strafrecht und Zivilrecht sind zweierlei Paar Schuhe.

 

Die Möglichkeiten im Zivilrecht sind wesendlich besser und dieses Schwert ist auch wesendlich schärfer. Aber denken Sie daran, Sie müssen alles beweisen. Tun Sie das immer im Vorfeld. Denken Sie selbst, den auch die Rechtsanwälte wollen Ihr Geld, ob Sie verlieren und alles bezahlen müssen oder die Gegenseite. Sie müssen sich schon sicher sein und ihre Aussagen untermauern können.

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